Rezension zu 'Good As Gone' von Amy Gentry


Allgemeines

Titel:          Good As Gone
Autorin:     Amy Gentry
Verlag:      C.Bertelsmann
ISBN:        978-3-570-10323-4
Seiten:      317
Preis:        12,99€

Klappentext

"Dem Ehepaar Anna Davalos und Tom Whitaker geschiet das Schlimmste, was Eltern passieren kann: Ihr dreizehnjährige Tochter Julie wird entführt. Die etwas jüngere Tochter Jane ist die einzige Zeugnis des Verbrechens. 
Nach acht Jahren steht plötzlich eine junge Frau vor der Tür - es ist Julie, inzwischen einundzwanzig. 
Endlich sind sie weider vereint, die Familie kann ihr Glück kaum fassen.
Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht: Julie lüft, verpasst Termine und schleicht mit unbekannten Absichten durch die Stadt. Als Anna dann von einem ehemaligen Polizisten geheime Informationen über den Entführungsfall erhält, hegt sie einen furchtbaren Verdacht Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, ie ihr gleichzeitig aber auch äußerst fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt."

Cover

Das Cover ist relativ schlicht gehalten. Ich fand es jetzt nicht sonderlich aufregend oder spannend.
Das dunkle mit der prägnanten Schrift passt jedoch ganz gut in das Genre Thriller.

Schreibstil

Der Schreibstil hat mich an manchen Stellen sehr verwirrt. Die Ich-Erzählerin war die Mutter. Das war immer ganz angenehm zu lesen. Allerdings sprangen die Kapitel ständig zwischen anderen Personen hin und her. Jedes zweite Kapitel wurde aus der Sicht eines anderen erzählt. Es waren mit teilweise zu viele Wechsel, die es etwas schwer gemacht haben, einen guten Lesefluss zu bekommen.

Charaktere

Ich bin keiner großer Fan der Charaktere geworden. 
Julie war mir zu verschlossen und zu undurchsichtig. Für jemanden der seine Familie nach 8 Jahren wiedersah, wirkte sie sehr undankbar.
Jane war die kleine Tochter, die immer im Schatten der Verschwundenen stand und durch ihre etwas zickige Art den Eltern gezeigt hat, dass sie es leid ist, immer hinten ran gestellt zu werden.

Der Vater hatte gefühlt nicht viel zu sagen, war jedoch gefühlt irgendwie das Bindeglied in der Familie.

Die Mutter schien manchmal einfach mit der Aufgabe als Mutter überfordert zu sein und wusste nicht so recht, was sie mit ihren Töchtern anfangen soll. Sie wirkte teilweise wie diese hysterischen Mutter in amerikanischen Filmen.

Meinung

Das ganze Buch wirkte etwas durcheinander.

Der Anfang war ganz schön gestaltet. Ein Rückblick, wie die Tochter verschwand und dann der Blick in die Gegenwart, als die verschwundene Tochter plötzlich wieder auftaucht. 
Aber schon da hat mich das Verhalten der Familie irritiert, denn die Reaktion auf die Rückkehr ihrer Tochter, die vollkommen unversehrt schien, war doch ziemlich verhalten und nicht allzu euphorisch, wie man es vielleicht nach 8 Jahren erwarten würde.

Nachdem sich alle wieder versuchten in den Alltag einzuleben, begannen die Kapitelsprünge.
Gegenwart - Vergangenheit - Gegenwart - Vergangenheit - ...
In den Rückblicken wurde die Geschichte von Julie erzählt. Dabei wurde nicht bei der Entführung begonnen, sondern zu der Zeit, als sie zurück gekehrt war.

Man bekam kleine Einblicke in die Zeit ihrer Entführung und was sie alles durchmachen musste.
Ansich ziemlich interessant, aber die Umsetzung hat immer etwas verwirrt, da Julie jedes Mal ein anderer Mensch gewesen zu sein scheint. Die vielen Veränderungen in ihrem Charakter machten es interessant und verwirrend zugleich.

Plot (Spoilerwarnung)

Die Auflösung um ihre Entführung war dann nochmal ziemlich verwirrend. Ein kleines Mädchen, dass mit jemandem aus der Kirche einen geheimen Plan schmiedet, welcher am Ende dazu führt, dass sie entführt wird, vergewaltigt und am Ende so beschämt ist, dass sie sich nicht mehr nach Hause traut, sondern in die Welt hinaus zieht und dort versucht, mit ihrem Leben klar zu kommen. 

Für einen Thriller leider etwas zu langweilig. Die vielen Wechsel haben es sehr unübersichtlich wirken lassen.
Sehr schade, denn die Idee hinter dem Buch war wirklich gut, nur leider war die Umsetzung nicht so optimal.


★★★ ★★★★★


Vielen Dank an das Bloggerportal, für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Schläfst du noch?

[Rezension] In ewiger Schuld

[Lesemonat] September 2017