[Rezension] Wer verteilt das Glück?


Titel: Wer verteilt das Glück? - Eine Erzählung über das Glück im Leben
Autor: Bastian Aue
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1546916208
Seiten: 104
Preis: 9,00€


Paul ist nicht gerade vom Glück gesegnet. Er hat nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seine Frau hat ihn verlassen - und das alles am gleichen Tag. "Alles kommt auf einmal und meistens dann, wenn man es nicht erwartet", sagte sein Großvater immer.
Als Paul eines Abends mal wieder durch das Fernsehprogramm zappt, bleibt er bei einer dieser unzähligen Talkshows hängen. Dort wird gerade ein erfolgreicher Musikproduzent zu seinem Leben und seinem Erfolg befragt. Dieser beginnt seine Antwort mit der Frage: "Wer verteilt das Glück?"
Dieser Satz durchfährt seinen Körper und als er in der darauffolgenden Nacht hellwach im Bett liegt, weiß er, dass er sich auf eine Reise begeben muss. Er muss denjenigen finden, der dsa Glück verteilt. Schon wenige Tage später ist es soweit und Paul begibt sich auf die Reise - eine Reise nach dem Glück im Leben...

Das Cover ist wunderschön. Farblich richtig schön stimmig und auch das Motiv passt einfach.
Es versprüht die Sehnsucht nach Freiheit und irgendwie passt es einfach sehr gut zum Buch.

Der Schreibstil ist sehr angenehm.
Das Buch lässt sich super schnell lesen. Manchmal ist leider alles etwas emotionslos und ziemlich abgehackt. Da hätte man durch einen ausführlicheren Schreib- und Erzählstil mehr Emotionen reinbringen können.

Man lernt eigentlich nur Paul etwas kennen. Aber das auch eher auf eine oberflächliche Art und Weise. Man bekommt seine Schicksalsschläge mit und wie er sich nach Glück sehnt. 
Man lernt ihn später etwas besser kennen und merkt, dass das alles nicht spurlos an ihm vorbei gegangen ist.
Ansich ist er ein ganz sympathischer Charakter.
Aber auch die anderen Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet ist alles sympathisch und aufgeschlossen.
Besonders Sambu war ziemlich inspirierend.

Ein nettes kleines Buch für zwischendurch.
Es behandelt ein Thema, das bestimmt viele beschäftigt. Wer verteilt das Glück?
Warum scheinen manche Menschen im Glück zu schwimmen und andere bekommen scheinbar nichts ab?

Paul stellt sich genau diese Frage, als es in seinem Leben nur noch bergab zu gehen scheint.
Er trifft viele Leute und lernt von ihnen, was sie von GLück halten und wo sie es erhalten.

Ansich eine wirklich tolle Idee, aber mir hat an vielen Stellen einfach der Tiefgang gefehlt.
Man rennt geradezu durch die Geschichte.
An jeder Station wird nur kurz angehalten und trotzdem vieles offen gelassen. Es bietet einem zwar auch die Möglichkeit, selber noch etwas über die verschiedenen Möglichkeiten nachzudenken, aber dennoch ging alles ziemlich schnell.

Interessant war es, die Entwicklung von Paul mitzuerleben. Er hat sich nicht zum Spaß auf diese Reise begeben. Er hat wirklich gelitten, was teilweise nicht ins Bild gepasst hat, aber irgendwie die Geschichte auch einfach abgerundet hat.

Am Ende ein interessantes Buch, dem leider etwas Tiefgang fehlt, was jedoch dadurch kompensiert wird, dass man als Leser selber zum Nachdenken angeregt wird und über das eigene Glück nachdenken kann.



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