Rezension zu "Die Liebe zum Regen"


Allgemeines

Titel:            Die Liebe zum Regen
Autorin:       Claire Hoffmann
Genre:         Roman
Verlag:         Diana
ISBN:           978-3-453-29192-8
Seiten:         302
Preis:           14,99€

Buch kaufen

Klappentext

"In Veras wohlgeordnetes Leben bricht aus heiterem Himmel das Chaos ein. Hals über Kopf flüchtet sie nach England - als Au-pair. Ziemlich gewagt mit 57 Jahren. Doch auch in London ist die Welt nicht heil. Drei eigensinnige Mädchen machen es ihr alles andere als leicht, der Vater glänzt durch Abwesenheit, und sie spürt, dass die Familie ein Geheimnis hat. Als Vera beschließt dahinterzukommen, muss sie erkennen, dass sich auch ihre eigenen Wahrheiten nicht ewig vertagen lassen."

Cover

Das Cover ist wirklich sehr schön und schlicht gestaltet und irgendwie so liebevoll. Dieser kleine Luftballon, die Wolken, die zum Ttel passt. Wirklich richtig schön und ansprechend.

Schreibstil

Der Schreibstil war wirklich angenehm und das Buch ließ sich super lesen. An vielen Stellen war das ganze ziemlich reduziert. Also nur kurz zusammengefasst, was so passiert ist und Gefühle wurden wenig beschrieben. Aber gerade das es so minimalistisch war, hat es irgendwie besonders gemacht.

Charaktere

Ich habe bei allen Charakteren etwas gebraucht, um mich mit ihnen anzufreunden.
Vera geht als "Granny-Au-Pair" nach London. Sie wirkte oft etwas chaotisch und auch mit der ganzen Situation etwas überfordert und doch fand ich sie gegen Ende sympathisch. Die 3 Kinder auf die sie aufpasste waren sehr verschieden. Amanda war wohl mit am anstrengensten, da sie Vera am liebsten wieder losgeworden wäre. Ruby ist ein schüchternes Mädchen und immer sehr zurückgezogen und Zoe ist die Kleinste, aber die aufgedrehteste, die sich sofort an Vera hängt. 
Ansich 4 super verschiedene Charaktere, mit denen man sich etwas anfreunden muss, aber am Ende lohnt es sich wirklich.

Meine Meinung

Ein wirklich schöner Roman, der Mut machen soll Veränderungen zuzulassen und Neues zu versuchen.

Der etwas reduzierte Schreibstil war Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie hat er auch einfach gepasst und es war sehr schön zu Lesen.

Die Handlung fand ich auch ziemlich schön. Die schon etwas ältere Vera die sich nochmal in ein Abenteuer wagt und Au-Pair in London wird. Sie ist ziemlich auf sich allein gestellt, der Familienvater flüchtet sich nur in die Arbeit und was mit der Mutter der 3 Mädchen ist, erfährt man auch erst später im Roman.

Eine liebevolle Geschichte entsteht. Vera, wie sie sich erst bei den Mädchen durchsetzen muss, besonders bei der Ältesten und dabei immer wieder kleinen Streichen ausgesetzt ist. Die kleine Zoe ist sofort begeistert und beansprucht Vera viel für sich, aber daraus entsteht eine ganz besondere Verbindung zwischen den beiden. Zoe kann man nur ins Herz schließen.

Vera hat alles richtig gemacht, also sie von zu Hause weg gegangen ist. Ihr Mann wird zu einem kleinen Dieb und ist trotzdem so einnehmend und kann Vera nichtmal die Auszeit von ihm und dem restlichen Leben in London gönnen.
Vera macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Während sie die ganze Zeit mit dem Gedanken lebt, schwer krank zu sein, fängt sie an ihr Leben anders zu Leben mit den Mädchen. Grenzen werden überwunden und Vera beginnt wieder zu lieben.

Manchmal sollte man einfach etwas riskieren, auch wenn man in eine neue, fremde Welt geworfen wird. Wenn man sich anstrenget und etwas wirklich möchte und nicht aufgibt, dann kann daraus das neue, eigene Glück werden.


★ / 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu 'Please don't hurt me - Die Entführung'

Rezension zu 'Blutrosen' von Monika Feth

Rezension zu 'Hundert Stunden Nacht' von Anna Woltz